Jannis Zamanduridis

deutscher Ringer und Trainer für Ringen; WM-Zweiter 1990, WM-Dritter 1995, Olympia-Siebter 2004; ab 2007 zunächst Bundestrainer im griechisch-römischen Stil, dann 2011 Cheftrainer, ab 2013 Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes

Erfolge/Funktion:

Olympia-Siebter 2004

WM-Zweiter 1990

WM-Dritter 1995

Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes ab 2013

* 18. März 1966 Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz)

Nicht viele deutsche Leistungssportler können auf so eine buntbewegte Vita zurückblicken wie der Ringer Jannis Zamanduridis, gebürtiger Sachse mit deutscher Mutter und griechischem Vater. Im rigiden DDR-System als unzuverlässig eingestuft, kam seine große Zeit erst nach der politischen Wende in Deutschland. 1990 stieg er zum Vizeweltmeister auf, doch erst 14 Jahre später ging für ihn "ein Traum in Erfüllung" (FR, 24.8.2004), als er sich bei einem erfolgreichen Comeback für Olympia 2004 qualifizierte und mit 38 Jahren mit Platz sieben auch die Fachwelt überraschte. 2007 holte der Deutsche Ringer-Bund den Unverwüstlichen in sein Trainerteam, 2013 stieg Zamanduridis zum Sportdirektor auf, als der er als Trainer und zugleich als Psychologe, Vertrauter und Strippenzieher wirkt. "Ganz sicher einen 'Glücksgriff'" (dpa, 9.9.2014) nannte DRB-Präsident Manfred Werner den Mann, der das Trainerteam umkrempelte.

Laufbahn

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